Geiselhöring in Niederbayern

Geiselhöring ist eine Stadt im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.
Geiselhöring liegt in der Region Donau-Wald im Tal der Kleinen Laber. Bei Geiselhöring geht das Labertal fließend in den Gäuboden, der Kornkammer Bayerns, über.

Geiselhöring kann als wirtschaftlicher Mittelpunkt des Kleinen Labertales auf eine lange und bewegte geschichtliche Vergangenheit zurückblicken. So wurden in Geiselhörings jüngstem Baugebiet zwischen der Landshuter Straße und der Bahnlinie Überreste eines 7000 Jahre alten frühneolithischen Langhauses, ein mittelneolithisches Grabenwerk und ein Herrenhof aus der Hallsteinzeit mit befestigten Viereckanlagen und Siedlungsresten gefunden. Zu den bedeutendsten Funden in diesem Baugebiet zählen auch ein riesiges Vorratsgefäß aus der Zeit 1200 v. Chr. mit einer Höhe von 1m und einem Durchmesser von 1,10m, sowie ein 3200 Jahre alter Keramikofen mit einem Durchmesser von 1,80m. Bei den Ausgrabungen im Rahmen des Freibadbaues wurde ein Stierkopf aus der Jungsteinzeit, etwa 4000 v. Chr. entdeckt.

Wahrscheinlich wurde Geiselhöring 500 n. Chr. von der Sippe eines Bajuwaren namens Giselhar als Herrensitz und Dorf gegründet.

Geiselhöring aber kam von jeher nicht nur die große landwirtschaftliche, sondern auch gewerbliche Bedeutung zu. Als Straßenknotenpunkt zwischen Regensburg, Straubing, Dingolfing und Landshut war Geiselhöring immer schon von Bedeutung und es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sich auch immer mehr Menschen in diesem Gebiet niederließen. Jahrhundertelang war Geiselhöring Zollstation und der Salzhandel stand im Durchgangsverkehr einige Zeit an erster Stelle.

Eine bedeutende Rolle spielten die Jahrmärkte und besonders die Viehmärkte. So wurden im Jahre 1888 nicht weniger als 6886 Stück Hornvieh auf dem Geiselhöringer Marktplatz gezählt. Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Ort 10 Brauereien, von denen heute jedoch nur noch eine existiert.

Ab 1859 zählte die Marktgemeinde als größter Ort im Labertal zur wichtigsten Verkehrsdrehscheibe und zum Knotenpunkt des Bahnverkehrs zwischen Franken und der Oberpfalz im Norden sowie Oberbayern und Österreich im Süden. Zahlreiche Handwerksbetriebe trugen weiter zur Blüte des Ortes bei.

An den Wohlstand erinnert auch heute noch das Prunkstück der Stadt: das vor Jahren restaurierte Loichinger-Haus aus dem 16./17. Jahrhundert. Es zählt zu den wichtigsten und bedeutendsten Renaissance-Bürgerhäusern in ganz Niederbayern.

1952 wurde Geiselhöring zur Stadt erhoben. Im Rahmen der Gebietsreform im Jahre 1978 wurden die ehemaligen Gemeinden Greißing, Hadersbach, Haindling, Hainsbach, Hirschling, Obertshausen, Pönning, Sallach und Wallkofen nach Geiselhöring eingemeindet. Geiselhöring ist nun nach der Fläche die größte und nach der Einwohnerzahl die drittgrößte Gemeinde des Landkreises und wurde nun auch als Unterzentrum eingestuft.

Geiselhöring hat viel zu bieten. Kindergarten, Schulen, Stadt- und Pfarrbücherei, Pfarrzentrum, Tennishalle und Tennisplätze, Dreifach-Mehrzweckhale, Hallenbad und beheiztes Freibad …, kurzum alles ist vorhanden, was Bürger und Gäste zum Wohlfühlen brauchen.


Stadtteile von Geiselhöring sind:

  • Greißing
  • Hadersbach
  • Haindling
  • Hirschling
  • Hainsbach
  • Oberharthausen
  • Pönning
  • Sallach
  • Wallkofen


Informationen:

Stadt Geiselhöring
Stadtplatz 4
94333 Geiselhöring

Stadtverwaltung:
Telefon: 09423 / 9400-22
Fax      09423 / 9400-30

E-Mail:Information-Geiselhoering(at)Niederbayern.Bayern-online.de

 

 

 

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