13.09.2017

von B° RB

Grandioser Auftakt in die Mostwochen

Juliane Eder aus Dietersburg ist die 2. Rottaler Mostkönigin. Sie wurde am Samstag von MdL Reserl Sem im Bad Birnbacher Traditionsgasthaus Wasner gekrönt und tritt damit die Nachfolge von Johanna Probstmeier an

Ein Highlight nach der Krönung war die Schuhplattler-Gruppe "De Fuxdeifeswaidn"

Ein Plakat hat die Aufmerksamkeit der 27-jährigen Informatikkauffrau auf sich gezogen, dann folgte die Bewerbung, erzählte sie. Im Casting konnte sie sich dann gegen ihre Mitbewerberinnen durchsetzen. Sie freue sich auf die Aufgaben und will noch viel mehr über Most lernen, sagte sie. Die Zeit vom Casting bis zur Krönung sei regelrecht verflogen, dafür stieg die Nervosität, die sie aber auf der Bühne recht schnell ablegen konnte.  

Viele Fotos wurden in der Zwischenzeit gemacht, sogar eine eigene Autogrammkarte gibt es von ihr. Begleitet wurde sie von den Kindern Marlon und Nela Bauer aus Dietersburg, die Krone und Schärpe auf die Bühne brachten. Natürlich waren auch die Familie und viele Freunde im Saal.

Ihrer Vorgängerin Johanna I fiel der Abschied sichtbar schwer. „Es kommt eine neue, spannende Zeit für Dich“, sagte sie zu ihrer Nachfolgerin und verabschiedete sich mit einem Zitat frei nach Karl Valentin. „I gfrei mi, dass es vorbei ist. Denn wenn i mi net gfrei, is a vorbei“. Viel Lob erhielt Johanna Probstmeier unter anderem von Reserl Sem: „Du warst immer souverän, voller Herzblut und Herzlichkeit“. 

Im gut besuchten Wasner-Saal – auch der kleine Saal war noch fast voll – ging Moderator Christian Wanninger zunächst auf die Suche, wo denn nun der Barthel den Most holt. Er deutete die alte Redensart, gewandt, gewitzt und schlau zu sein und münzte das auf die Organsiatoren vom Landkreis Rottal-Inn und der Kurverwaltung des Marktes Bad Birnbach um. Nicht alle hätten vor drei Jahren geglaubt, dass die Rottaler Mostwochen ein Erfolg werden können, so Wanninger: „Das zeigt sich nicht nur daran, dass wir heute die zweite Rottaler Mostkönigin küren können, sondern auch an der neuen Broschüre. 21 Wirtshäuser im ganzen Landkreis machen mit und bieten Gerichte rund ums Thema Most an“. 

Stellv. Landrätin Edeltraud Plattner hob den Stellenwert der Direktvermarkter und heimischer Produkte hervor. 2. Bürgermeister Franz Thalhammer erinnerte sich an seine Jugend, als zu Hause auf dem Hof noch Most gemacht wurde. Beim Lieblingsgericht zum Most gab es für ihn nur eines: „Ein schönes Geselchtes, das gehört dazu“. Unter den Gästen war auch der Präsident des Landesverbandes für Gartenbau, Wolfram Vaitl. 543.000 Mitglieder in 3.280 Vereinen und 77 Kreisverbänden zählt der Landesverband, im Landkreis Rottal-Inn sind es 37 Vereine mit 9.500 Mitgliedern. Vaitl verwies auf enorme Zuwächse gerade im ländlichen Raum. Er will aber auch in den Städten Zeichen setzen.

Wie es zur Rottaler Mostkönigin überhaupt kam, erläuterte Bernd Hofbauer. „Wir mussten uns früher immer eine Apfelkönigin ausleihen“. 

Mit der Kurverwaltung sei die Idee entstanden, eigene Mostwochen zu machen und eine Königin zu krönen. „Angefangen haben wir mit 10 Wirtshäusern, jetzt sind es 21“, freute sich der Kreisfachberater für Gartenbau und legte gleich nach: „Jetzt wollen wir diese Erfolgsgeschichte auch fortschreiben“. Und zwar mit der neuen Mostkönigin Juliane I

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