22.04.2017

von B° RB

Touristischer Frühjahrsempfang in Bad Gögging

Viel fachlicher Austausch zum Start in die neue Saison

Der Auftakt zum touristischen Frühjahrsempfang fand traditionell vor dem Kurhaus bei Brezen und Freibier statt, musikalisch begleitet von der Blaskapelle Bad Gögging

Zum Start in die touristische Saison ist er schon fast Tradition geworden: Bereits seit 2012 laden der Tourismusverband Bad Gögging und die Tourist-Information zum touristischen Frühjahrsempfang im Kurhaus Bad Gögging ein – so auch am vergangenen Donnerstag. 

"Tourismus- und Joblokomotive Bad Gögging"

Welchen Stellenwert Bad Gögging für die Tourismuswirtschaft in Stadt und Landkreis besitzt, wurde nicht nur anhand der hochkarätigen Gästeriege deutlich – neben dem stellvertretenden Landrat Wolfgang Gural, über Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer samt seiner beiden Vertreter, dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes im Landkreis Kelheim Klaus Blümlhuber bis hin zur Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer hatten sich noch viele weitere Vertreter aus Gastronomie, Hotellerie und Politik am Donnerstagabend im Kurhaus Bad Gögging eingefunden. Auch die Zahlen, die Tourismus-Managerin Astrid Rundler den Gästen präsentierte, belegten das: Rund 1800 Arbeitsplätze schaffe der Tourismus in der Stadt Neustadt und sei damit zweitgrößter Arbeitgeber der Kommune. Dass das künftig so bleibt, daran ist Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer viel gelegen: „Arbeitsplätze im Tourismus sind Arbeitsplätze, die nicht so einfach wegverlagert werden können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass diese Arbeitsplätze erhalten bleiben, solange sich die Gäste in Bad Gögging wohlfühlen“, so Reimer. Daher habe die Stadt jüngst viel in den Kurort investiert, unter anderem in den Straßenbau, in die Limes-Therme oder den Hochwasserschutz. „Und auch künftig wollen wir dafür sorgen, dass Bad Gögging als Tourismuslokomotive im Landkreis zukunftsfähig bleibt, beispielsweis mit der gerade im Bau befindlichen Anlage für betreutes Wohnen“, so Reimer. 

Bayerischer Heilbädertag 2019 in Bad Gögging

Für das Engagement der Stadt bedankte sich anschließend auch Karl Zettl, der Vorsitzende des Tourismusverbandes Bad Gögging. Gleichzeitig meldete er aber bei den versammelten Entscheidungsträgern zusätzliche Maßnahmen an, darunter die Verschönerung des Bahnhofsgebäudes, die Verbesserung der Flutmulde Richtung Neustadt oder die Sanierung der nicht befestigten Gehwege im Ort. Eine Maßnahme lag dem Vorsitzenden dabei besonders am Herzen: Die Verschönerung des alten Kurparks mit Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am besten noch vor 2019. Dass Zettl auf eine rasche Umsetzung pocht, hat auch einen ganz bestimmten Grund: „2019 feiert Bad Gögging 100 Jahre ‚Bad‘. Aus diesem Grund wird der Bayerische Heilbädertag bei uns stattfinden. Ganz Bayern und darüber hinaus wird dann auf Bad Gögging schauen; Funk, Fernsehen und Politprominenz werden zu Gast sein – das ist eine enorme Werbung für unseren Kurort“, so Zettl, der indes aber auch mahnte: „Das Prädikat ‚Bad‘ wird nicht auf Lebenszeit vergeben, es ist mit großen Auflagen verbunden. Neben medizinischer Kompetenz, Naturheilmitteln und intakter Umwelt spielen der Ort und seine Einrichtungen eine große Rolle. Dazu gehört auch der Badearzt.“ 

Bad Gögging bald ohne Badearzt?

Hier sieht Zettl dringend Handlungsbedarf: „Wir hatten einmal drei Badeärzte. Jetzt haben wir nur noch einen und der denkt schon ans Aufhören. Wenn uns nichts einfällt, haben wir bald keinen mehr.“ Folglich wäre der Titel „Bad“ nach über einhundert Jahren weg – mit allen negativen Konsequenzen für den Tourismus. Von daher sei es „viertel vor zwölf“, betonte Zettl in Richtung der anwesenden Bürgermeister und Stadträte. Bad Gögging habe zwar rund 30 Ärzte, aber keiner besitze die Zusatzausbildung Badearzt, die laut Zettl in der verkürzten Ausbildungsvariante ein Jahr dauere. „Aber welcher Arzt kann schon ein Jahr lang seine Praxis zusperren und eine Ausbildung machen ohne entsprechende Unterstützung, in welcher Form auch immer. Darüber müssen wir reden und handeln“, so Zettl.

Weitere Baumaßnahmen in der Therme geplant

Ebenfalls viel auf die 2017er-Fahnen geschrieben hat sich die Limes-Therme, deren Leiter Franz Bauer an diesem Abend Einblick in seine Pläne gab. Die kurioseste Neuerung 2017 ist dabei sicherlich eine geplante Kühlvorrichtung für die neue Arena-Sauna. Hier erhitze sich nämlich der Boden während des Saunabetriebes zu stark und müsse nun separat gekühlt werden. Weitere 

Maßnahmen, die Bauer 2017 angehen will, sind die Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes an der Therme, eine neue Internetseite sowie die Bewerbung des Day-Spa-Angebotes der Therme in der Metropolregion München sowie in Nürnberg und Augsburg. „Gerade aus diesen Regionen verzeichnen wir einen starken Zuwachs an Gästen, die in der Limes-Therme einen Wellness-Tag verbringen“, so Bauer, der aber gleichzeitig darauf hinweist, dass die Bad Gögginger Therme auch nach dem Umbau der Römer-Sauna kein Spaßbad sei, sondern auch weiterhin ein Therapie- und Gesundheitsbad bleibe. „Vom Reha-Sport bis zum Einsatz von gleich drei Naturheilmitteln – Wir haben bei uns eine Vielfalt, mit der wir dem Angebot anderer Thermen in nichts nachstehen, im Gegenteil“, so der Thermen-Leiter.

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