05.06.2018

von B° RB

Kunst- und Wunderkammer

Landshut: Burg Trausnitz mit "Kunst- und Wunderkammer"

Kunst- und Wunderkammer

Die Burg Trausnitz in Landshut ist eine imposante Erscheinung. Bereits im 13. Jahrhundert war die Wittelsbacher Stammburg bis zu den Ausmaßen der heutigen Kernburg herangewachsen und ein Zentrum der Reichspolitik sowie der staufischen Kultur. Bekannte Minnesänger wie Walther von der Vogelweide und Tannhäuser hielten sich hier auf, von 1255 bis 1503 diente sie als Residenz und Regierungssitz der Herzöge von Niederbayern. 

Die Laubengänge im Burghof und die berühmte Narrentreppe mit gemalten Szenen aus der italienischen Commedia dell'arte, die mit Kachelöfen, Wirkteppichen und mit Möbeln ausgestatteten Wohnräume führen in diese Zeit zurück. Die „Kunst- und Wunderkammer“, erschaffen nach dem Vorbild fürstlicher Kunstsammlungen der Renaissance, vereint mit rund 750 Exponaten Kunstvolles, Exotisches sowie Merkwürdiges und ist überaus sehenswert. Nach Italien versetzt wähnt man sich in der Stadtresidenz Landshut, die wie die Burg Trausnitz die Altstadt schmückt. Die Residenz ist ein spektakulärer italienischer Renaissancepalast, inspiriert vom berühmten Palazzo Te in Mantua und vom Herzog Ludwig X. im 16. Jahrhundert in Auftrag gegeben. 

Hinter dem als „Deutscher Bau“ bekannten Stadtpalast entstand unter italienischer Bauleitung ein zweiter Palazzo, der „Italienische Bau“. Sehenswert ist außerdem das Ensemble aus klassizistischen Birkenfeldzimmern mit seltenen französischen Wandtapeten aus dem Jahr 1803. www.burg-trausnitz.de; www.landshut.de 

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